PC-Tipps MS-DOS

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Anzeigen der Uhrzeit und des Datums

Die DOS-Befehle TIME und DATE warten nach ihrem Aufruf auf die Eingabe einer neuen Uhrzeit oder eines neuen Datums oder deren Bestätigung mittels der [Return]-Taste. Will man sich aber lediglich die Zeit und das Datum anzeigen lassen, ohne etwas daran ändern zu wollen, ist diese Abfrage überflüssig und lästig. Die kleine Batchdatei TIMESHOW.BAT bringt die aktuelle Zeit und das aktuelle Datum auf den Bildschirm. Die beiden Zeilen Neue Uhrzeit: und Neues Datum: werden durch die FIND-Kommandos in Verbindung mit dem Parameter /V unterdrückt. Batchdatei zum Anzeigen von Datum und Uhrzeit:

@echo off

rem Anzeige der Uhrzeit

echo | more | time | find /V "Neue"

rem Anzeige des Datums

echo | more | date | find /V "Neues"

ATTRIB: Attribute lassen sich manchmal nicht einzeln zurücksetzen

Wenn Sie versuchen, die Attribute einer Datei zurückzusetzen, kann es zu einer Fehlermeldung kommen. So erhalten Sie normalerweise nach dem Versuch, eine Systemdatei von DOS mit dem Befehl ATTRIB MSDOS.SYS -H sichtbar zu machen, die folgende Fehlermeldung: Systemdatei C:\MSDOS.SYS wird nicht zurückgesetzt.

Ist eine Datei gleichzeitig mit den Attributen "System" und "Hidden" ("Versteckt") ausgestattet, weigert sich DOS, ein einzelnes Attribut zu verändern, und es kommt zu der entsprechenden Fehlermeldung. DOS ändert diese beiden Attribute nur gemeinsam. Um die erwähnte Systemdatei sichtbar zu machen, muss also auch ihr "System"-Attribut gelöscht werden.

Der Befehl müsste lauten: ATTRIB MSDOS.SYS -H -S

Gleiches gilt auch, wenn eine Datei zusätzlich den "Nur-lesen-Status" in Form des "Read only"-Attributs besitzt. In diesem Fall müssen Sie sie zuerst von dem Zweierpack "Hidden" und "System" befreien. Erst dann können Sie sich an dem "Read only"-Attribut zu schaffen machen.

Wesentlich komfortabler können Sie vor allem in solchen Fällen die Dateiattribute z.B. mit dem Norton Commander manipulieren. Dieses Hilfsprogramm ermöglicht es, jedes Attribut jeder Datei einzeln zu setzen/löschen.

Automatisches Löschen von Temporärdateien

Win3.x und Win95 hinterlassen nach einem Absturz meist einigen Müll in Form von Temporärdateien auf der Festplatte. Diese normalerweise nicht mehr benötigten Dateien können einige MB Plattenkapazität belegen.

Wollen Sie Ihr Temporärverzeichnis bei jedem Rechnerstart leeren, so ergänzen Sie die Startdatei AUTOEXEC.BAT um die Zeile: DEL %TEMP%\*.TMP>NUL.

Dieser Befehl löscht alle Temporärdateien im Temporärverzeichnis. Achten Sie jedoch darauf, dass Sie diese Zeile nach der Definition der TEMP-Variablen einfügen, da sonst das Verzeichnis nicht gefunden wird.

CD-ROM-Laufwerk wird nicht erkannt

Wenn Sie unter Win95 ein CD-Laufwerk im DOS-Modus ansprechen wollen, sollten Sie zuerst den normalen DOS-Treiber installieren. Nach der Installation übertragen Sie dann die in der AUTOEXEC.BAT neu hinzugekommenen Einträge in die Datei DOSSTART.BAT.

CONFIG.SYS: Numlock-Taste beim Booten ein- oder ausschalten

Mit Hilfe eines Eintrags in der Datei CONFIG.SYS können Sie festlegen, welchen Status die Numlock-Taste nach dem Booten haben soll. Fügen Sie einfach die Zeile NUMLOCK=ON in diese Startdatei ein, um die Taste zu aktivieren. Wollen Sie die Numlock-Taste ausschalten, so lautet die Zeile NUMLOCK=OFF. Besonders hilfreich ist diese Methode vor allem bei Rechnern, deren BIOS keine Option enthält, diese Funktion per Setup einzustellen.

COPY addiert Dateien, wenn das Zielverzeichnis nicht existiert

Erscheint nach dem Kopieren von mehreren Dateien die Meldung 1 Datei(en) kopiert, so haben Sie vermutlich mit Platzhaltern ("?" und "*") gearbeitet und dabei nicht beachtet, dass das Zielverzeichnis nicht existiert. So werden z.B. nach dem Kommando COPY *.BAT BATCHDAT alle Dateien mit der Endung BAT in das Verzeichnis BATCHDAT kopiert, wenn dieses existiert, oder anderenfalls nacheinander in die neu angelegte Datei BATCHDAT geschrieben.

Der DOS-Befehl COPY fragt nicht nach, ob die Dateien in ein Verzeichnis, das neu angelegt werden müsste, kopiert oder in eine einzige Datei zusammengefasst werden sollen. Um dadurch entstehenden "Missverständnissen" vorzubeugen, stellen Sie vor solchen Kopiervorgängen entweder sicher, dass das Zielverzeichnis auch wirklich existiert, oder verwenden anstelle von COPY den Befehl XCOPY.

Das DOS-Kommando XCOPY erkennt im Gegensatz zu COPY, wenn ein Kopierbefehl nicht eindeutig ist. Deshalb fragt XCOPY etwa bei dem zuvor genannten Beispiel nach, ob es alle Stapeldateien in ein neues Verzeichnis kopieren oder zu einer Datei zusammenfassen soll. Somit können beim Einsatz von XCOPY keine Missverständnisse auftreten.

Dateien mit langen Dateinamen unter DOS-6.22 speichern

Komprimieren Sie die gewünschten Dateien unter Win95 mit dem Shareware-Programm WINZIP. Dieses Programm finden Sie auf vielen Shareware-CDs. Stellen Sie als Packer in WINZIP den eigenen ZIP-Packer ein und stellen Sie die Option Archivieren im DOS-8.3-Format ab. Dann benennen Sie die ZIP-Datei mit dem kurzen Format, und schon ist alles problemlos mit jedem DOS-Programm zu archivieren. Zum Entpacken der Datei müssen Sie jedoch ebenfalls das Programm WINZIP benutzen und nicht das DOS-Programm PKUNZIP.

Datum und Uhrzeit einer Datei aktualisieren

Mit Hilfsprogrammen wie den Norton Utilities, den PC Tools oder unter Win95 ist es kein Problem, das Datum und die Uhrzeit einzelner Dateien zu verändern. Aber auch unter DOS haben Sie diese Möglichkeit, wenn auch ziemlich eingeschränkt.

Auf jeden Fall können Sie sowohl das Datum als auch die Uhrzeit einer Datei auf die momentanen Werte setzen. Dies erreichen Sie mit dem Befehl COPY Dateiname /B+"/Y. Sie können dieses Kommando auch mit Hilfe von Jokern und Wildcards auf mehrere Dateien gleichzeitig anwenden. Sie dürfen nur nicht mehr als einen Dateinamen angeben.

DEL: Doskey-Makro hilft beim Löschen mehrerer Dateien

Wer unter DOS mehrere Dateien löschen will, die sich nicht mit Hilfe einer Wildcard (*) oder Platzhaltern (?) zusammenfassen lassen, kommt normalerweise nicht darum herum, mehrere DEL-Kommandos abzuschicken. Denn der Versuch, beim Aufruf von DEL mehrere Dateinamen anzugeben, wird mit der Fehlermeldung Zu viele Parameter quittiert. Eine Lösung dieses Problems bietet ein Makro, dann haben Sie den neuen Befehl stets zur Hand. Nach dem Kommando DL können Sie mehrere Dateien angeben, die zu löschen sind. Dabei dürfen auch Wildcards und Platzhalter verwendet werden. Schreiben Sie diese Zeile in Ihre Startdatei AUTOEXEC.BAT: DOSKEY DL=FOR %%A in ($*) DO DEL %%A

DEL: Mehr Sicherheit beim Löschen von Dateien

Wollen Sie ein Verzeichnis mit DEL *.* löschen, erscheint eine Sicherheitsabfrage, ob Sie sich Ihrer Sache auch wirklich sicher sind. Sollen nur bestimmte Dateien vernichtet werden, etwa alle Bilder mit DEL *.GIF, so existiert kein Sicherheitsmechanismus. Alle angesprochenen Dateien werden sofort gelöscht.

Wollen Sie auch bei eingeschränkten Löschvorgängen mehr Sicherheit, können Sie dies mit dem Befehl DOSKEY DEL=DEL $1/P erreichen. /P in diesem DOSKEY-Makro sorgt dafür, dass bei jeder Datei nachgefragt wird, ob sie denn tatsächlich gelöscht werden soll.

Da DOSKEY-Makros eine höhere Priorität als interne Befehle wie das DEL-Kommando haben, wird der ursprüngliche DEL-Befehl durch die obige Befehlszeile "verdrängt". Wer stets auf Nummer Sicher gehen will, kann dieses Makro auch in seine AUTOEXEC.BAT aufnehmen.

DIR: Anzeigen aller Dateien und Verzeichnisse

Unter der Version 6.x zeigte das Kommando DIR, den kompletten Inhalt des aktuellen Verzeichnisses an, Systemdateien, versteckte Dateien und versteckte Verzeichnisse eingeschlossen. Unter DOS 7, der DOS-Version von Win95, funktioniert dies nicht mehr. Starten Sie den Befehl DIR jedoch mit dem Parameter /A, erzielen Sie die gleiche Wirkung wie unter DOS 6.x mit DIR,.

DIR: Verzeichnisse immer in einem bestimmten Format anzeigen

Normalerweise rattert nach der Eingabe von DIR der gesamte Inhalt eines Verzeichnisses über den Bildschirm. Bei umfangreicheren Verzeichnissen haben Sie somit kaum eine Chance, die ersten Einträge begutachten zu können. Selbst die [Pause]-Taste hilft meist wenig, da die Liste der Dateien und Unterverzeichnisse viel zu schnell über den Monitor huscht. Die Ausgabe genau an der richtigen Stelle anzuhalten ist bei dieser Methode reine Glücksache.

Hilfreich ist in diesem Fall der Parameter /P. Er bewirkt, dass der Inhalt des Verzeichnisses nur seitenweise ausgegeben wird. Wollen Sie diesen Komfort bei jedem Aufruf von DIR, so müssen Sie nicht jedesmal diesen Parameter an das Kommando anhängen. Schreiben Sie dazu einfach den Befehl SET DIRCMD=/P in die AUTOEXEC.BAT, und jeder Aufruf von DIR erfolgt mit diesem Parameter.

Sie können an dieser Stelle natürlich jeden für DIR zulässigen Schalter eintragen, etwa /W oder /O. Auch die Kombination mehrerer Parameter ist erlaubt. Nach der Eingabe von SET DIRCMD=/P/W/O:N listet DIR den Inhalt von Verzeichnissen seitenweise im Querformat auf und sortiert alle Dateien und Verzeichnisse in aufsteigender alphabetischer Reihenfolge.

Wollen Sie einen der per SET DIRCMD= eingestellten Parameter bei einem DIR-Aufruf unterbinden, so schreiben Sie etwa DIR /-W, um die Ausgabe nicht im Querformat erfolgen zu lassen.

DISKCOPY: Schneller Disketten kopieren

Das Kommando DISKCOPY benutzt seit Version 6.2 die Festplatte als Zwischenspeicher für die zu kopierenden Daten. Somit können Sie Disketten in einem Durchgang kopieren. Der Befehl DISKCOPY speichert die Daten der Quelldiskette in dem Verzeichnis, das durch die Umgebungsvariable TEMP festgelegt wurde. Normalerweise geschieht dies in der AUTOEXEC.BAT, z.B. mit dem Eintrag SET TEMP = C:\TMP. Wurde die Umgebungsvariable TEMP nicht definiert, so schreibt DISKCOPY die gelesenen Daten vorübergehend in das Hauptverzeichnis der Festplatte.

Verfügt die Platte, auf der die Temporärdatei angelegt wird, nicht über genügend Speicherplatz, macht DISKCOPY darauf aufmerksam und teilt gleichzeitig mit, dass der Kopiervorgang in mehreren Schritten ausgeführt wird. Achten Sie deshalb darauf, dass die TEMP-Variable nicht auf ein Verzeichnis einer Festplatte zeigt, die unter extremem Platzmangel leidet. Andernfalls müssen Sie sich unter Umständen als Diskjockey betätigen; das kostet nicht nur Zeit, sondern ist auch äußerst lästig.

Auch wenn Disketten in einem Rutsch kopiert werden, können Sie durch einen Trick noch einen kleinen Geschwindigkeitszuwachs erzielen: Legen Sie per RAMDRIVE.SYS eine RAM-Disk an und definieren sie als Temporärverzeichnis. Lautet der Buchstabe des virtuellen Laufwerks D, so schreiben Sie den Befehl SET TEMP = D:\ in Ihre AUTOEXEC.BAT.

Achten Sie aber darauf, dass Ihr RAM-Drive zumindest etwas größer als der größte Datenträger ist, den Sie kopieren wollen. Für das Kopieren von 1,44-MB-Disketten benötigen Sie also ein RAM-Drive mit einer Größe von mindestens 1,5 MB.

DOSKEY: Papierkorb unter DOS

Der Papierkorb von Win95 ist eine feine Sache. Löscht man aus Versehen eine Datei, kann man sie schnell und problemlos wieder aus dem Mülleimer herausfischen. Nicht einmal die Angabe des ersten Buchstabens dieser versehentlich gelöschten Datei ist bei der Reanimation erforderlich. Einen solchen Papierkorb können Sie sich auch für DOS zimmern. Dazu bedarf es lediglich einer einzigen Befehlszeile und eines neuen Verzeichnisses. Das Kommando, das Sie in Ihre AUTOEXEC.BAT aufnehmen lautet: DOSKEY DEL=COPY $1 C:\PKORB$TDEL $1. Außerdem müssen Sie das Verzeichnis C:\PKORB anlegen. Dies geschieht mit der Eingabe von MD PKORB im Hauptverzeichnis von C:.

Alle Dateien, die Sie in Zukunft löschen, wandern direkt in das Verzeichnis PKORB. Um diesen "Papierkorb" komplett oder teilweise zu entleeren, wechseln Sie in das Verzeichnis C:\PKORB" und löschen dort alle Dateien, die Sie endgültig entsorgen wollen. Die Fehlermeldung, die erscheint, wenn Sie Dateien in diesem Verzeichnis mit DEL löschen wollen, ignorieren Sie einfach. Wollen Sie Dateien aus dem Papierkorb holen, wechseln Sie in das Verzeichnis C:\PKORB und kopieren die entsprechenden Dateien mit COPY oder XCOPY in ihr ursprüngliches Verzeichnis.

Eine kleine Schwäche hat dieser Papierkorb für DOS jedoch: Befördern Sie eine Datei per DEL in diesen Müllschlucker und befindet sich darin bereits eine Datei mit gleichem Namen, müssen Sie sich für eine der beiden Dateien entscheiden. Denn da es sich bei diesem Papierkorb nur um ein normales Verzeichnis handelt, dürfen sich darin nicht mehrere Dateien gleichen Namens befinden.

Drucker: Bildschirminhalt auf dem Drucker ausgeben

Unter DOS können Sie mit Umschalt [Druck] den Inhalt des Bildschirms auf dem Drucker ausgeben. Damit die Seite auch ausgeworfen wird, müssen Sie normalerweise nach einem solchen "Screenshot" die Formfeed- oder Auswurf-Taste drücken; denn die DOS-Funktion zur Ausgabe des Bildschirminhalts sendet kein Formfeed-Kommando an den Drucker. Somit können Sie zwar mehrere Bildschirmausdrucke auf einer Seite unterbringen, wollen Sie allerdings nur ein Bild ausgeben, so müssen Sie bei dem Auswurf der Seite Geburtshelfer spielen.

Es gibt aber auch eine andere Methode, den Blattauswurf beim Drucker zu veranlassen. Dazu muss das Zeichen "^L" an den Drucker geschickt werden. Das erreichen Sie mit dem Kommando ECHO ^L > LPT1: Nachdem Sie diesen Befehl abgeschickt haben, wirft der Drucker die Seite aus.

Erweitern von Batchdateien

Wollen Sie am Ende einer Stapeldatei eine Zeile ergänzen, müssen Sie dafür nicht extra einen Editor, beispielsweise EDIT.COM von DOS, starten. Die Befehle COPY CON und ECHO helfen hier auch weiter.

Soll z.B. an das Ende der Startdatei AUTOEXEC.BAT der Befehl zum Laden des Maustreibers angehängt werden, könnte das Kommando folgendermaßen lauten: COPY AUTOEXEC.BAT + CON AUTOEXEC.BAT.

Danach geben Sie den zu ergänzenden Befehl ein, in diesem Fall MOUSE.COM. Zum Abschluss betätigen Sie nacheinander die Tasten [F6] und [Return]. Der Vorteil dieser Methode gegenüber der nachfolgend beschriebenen ist: Sie eignet sich auch zum Ergänzen mehrerer Zeilen.

Soll, wie im oben aufgeführten Beispiel, nur eine einzige Zeile hinzugefügt werden, geht es aber sogar noch schneller, und zwar mit der folgenden Befehlszeile: ECHO MOUSE.COM >> AUTOEXEC.BAT.

Achten Sie bei diesem Befehl aber unbedingt darauf, dass vor der Zieldatei zwei "größer als"-Zeichen stehen. Befindet sich an dieser Stelle nur ein einziges solches Zeichen, wird der bisherige Inhalt der Datei gelöscht.

FORMAT: Abfrage nach dem Diskettennamen verhindern

Der FORMAT-Befehl von DOS erwartet nach dem Formatieren von Disketten die Eingabe einer Datenträgerbezeichnung. Vor allem beim Formatieren mehrerer Disketten, die gar keine Bezeichnung erhalten sollen, nervt das immer wieder nötige [Return] zur Bestätigung, dass die Diskette namenlos bleiben soll.

Der Parameter /V:Datenträgerbezeichnung des Format-Befehls erlaubt es, für alle zu formatierenden Disketten ein und denselben Namen zu verwenden. Geben Sie als Datenträgerbezeichnung ein Leerzeichen ein, so wird dies jedoch nicht als Name interpretiert, und die lästige Fragerei geht weiter wie zuvor.

Die Lösung dieses Dilemmas bietet das ASCII-Zeichen 255. Dieses Zeichen erscheint wie ein Leerzeichen und wird vom Format-Befehl als Datenträgerbezeichnung akzeptiert. Der entsprechende DOS-Befehl lautet FORMAT A: /V:[Alt][255]. Das ASCII-Zeichen 255 erhalten Sie, indem Sie die [Alt]-Taste gedrückt halten und während dessen auf dem Ziffernblock nacheinander die Zahlen 2, 5 und nochmals 5 eingeben.

FORMAT: Quickformatierung von MSBACKUP-Disketten

Wenn Sie versuchen, eine mit dem DOS-Utility MSBACKUP oder der Windows-3.x-Variante MWBACKUP beschriebene Diskette mit dem Parameter /Q zu formatieren, erhalten Sie eine Fehlermeldung. Denn DOS legt normalerweise eine sogenannte MIRROR-Datei an, in der sich alle nötigen Informationen befinden, um eine irrtümliche Formatierung rückgängig zu machen und die Daten der Diskette wiederherzustellen.

Da MSBACKUP Disketten vollständig beschreibt, bleibt kein Platz mehr übrig, um eine MIRROR-Bilddatei anzulegen. Dies kann auch bei anderen Disketten passieren, deren Kapazität durch die darauf befindlichen Daten völlig ausgeschöpft ist. In beiden Fällen erscheint die warnende Fehlermeldung. Betätigen Sie die Taste [J], so wird die Diskette formatiert, ohne Rettungsinformationen in Form einer MIRROR-Datei auf ihr zu speichern.

Diese Meldung können Sie aber auch mit der Option /U verhindern. Der Befehl FORMAT A: /Q /U z.B. formatiert eine Diskette in Laufwerk A: mit der Quick-Methode und legt keine MIRROR-Datei an.

Frühere Kommandos komplett oder teilweise wiederholen

Das Utility DOSKEY.COM von DOS erlaubt Ihnen, auf früher eingegebene Befehle zuzugreifen, die seit dem letzten Einschalten des Rechners abgeschickt wurden. Mit Hilfe der Aufwärts- und Abwärts-Cursor-Tasten können Sie durch sämtliche gespeicherten Befehle blättern. Die horizontalen Cursor-Tasten erlauben es Ihnen, sich in dem aktuellen Inhalt der Kommandozeile zu bewegen und sie somit erheblich komfortabler zu editieren als ohne DOSKEY.

Mit [F7] bringen Sie eine komplette Liste aller bisher eingegebenen Kommandos auf den Bildschirm, die sich im DOSKEY-Speicher befinden. Nach dem Betätigen von [F9] können Sie einen Befehl dieser Liste direkt auswählen. Geben Sie dazu die Nummer des entsprechenden Kommandos ein. Die Tastenkombination [Alt]-[F7] löscht die Liste sämtlicher gespeicherten Befehle.

Das Hilfsprogramm DOSKEY hat aber auch einen Nachteil: Es belegt wertvollen Arbeitsspeicher. Wenn Sie auf jedes KB Speicher angewiesen sind oder den Komfort des Utilities DOSKEY nicht benötigen, können Sie aber zumindest das zwar ziemlich schwache, aber dafür immer vorhandene Gedächtnis von DOS nutzen.

Ein Druck auf die [F3]-Taste schreibt den letzten Befehl komplett in die Kommandozeile. Mit [F1] können Sie das zuletzt eingegebene Kommando Buchstabe für Buchstabe auf den Bildschirm bringen. [F2], gefolgt von einem Buchstaben, reproduziert den letzten Befehl bis zu genau diesem Zeichen. Lautete dieser z.B. DIR BILDER, schreiben [F2] [Space] die Zeichenfolge DIR in die Kommandozeile.

Laufwerk und Verzeichnis in einem Rutsch wechseln

Der CD-Befehl unter DOS hat vor allem beim Einsatz mehrerer Partitionen oder Festplatten einen schwerwiegenden Nachteil: Es ist nicht möglich, mit ihm gleichzeitig das Verzeichnis und das Laufwerk zu wechseln. Wer z.B. von C:\TEXT nach E:\BILDER wechseln will, benötigt dafür zwei Befehle: Zuerst mit E: das Laufwerk wechseln und dann mit dem Kommando CD \BILDER das gewünschte Verzeichnis anwählen.

Die kleine Batchdatei CDD.BAT kann dieses Manko aber beseitigen. Sie eignet sich nicht nur zum gleichzeitigen Wechseln von Laufwerk und Verzeichnis. Auch Aufrufe wie CDD D: oder CDD \BRIEFE\1997\JANUAR werden akzeptiert. Erzeugen Sie die Datei mit einem Editor und speichern Sie sie in einem Verzeichnis, das Sie in den Suchpfad (PATH) von DOS aufnehmen. Dann ist das neue "Kommando" jederzeit einsatzbereit. Batchdatei CDD.BAT:

@echo off

if (%1)==() goto ende

echo %1 | find ": > nul

if not errorlevel 1 %1\

cd %1

:ende

echo.

Leerzeichen aus Datei- und Verzeichnisnamen entfernen

Dateinamen dürfen unter DOS keine Leerzeichen enthalten. Manche Anwendungen erlauben jedoch den Einsatz von Leerzeichen in Datei- und Verzeichnisnamen. Solche Dateien umzubenennen oder zu löschen ist nicht ohne weiteres möglich, da DOS den Teil des Dateinamens nach dem Leerzeichen für einen Parameter hält. DOS-Kommandos wie COPY, DEL oder RENAME können somit nicht auf diese Dateien angewendet werden.

Treffen Sie auf eine solche Datei, dann überprüfen Sie zunächst, ob es sich um ein echtes Leerzeichen handelt: Verwenden Sie innerhalb des DOS-Befehles beim Dateinamen anstelle [Space] die Tastenkombination [ALT] + [2] [5] [5]. Erscheint darauf die Fehlermeldung, die Datei wäre nicht vorhanden, handelt es sich wohl wirklich um ein Leerzeichen, und die Datei oder das Verzeichnis muss umbenannt werden.

Möchte man etwa die Datei NAME 1.TXT in die für DOS lesbare Form NAME_1.TXT umbenennen, setzt man einfach den Platzhalter ? an die Stelle des Leerzeichens. Das Kommando zum Umbenennen der Datei lautet also: REN NAME?1.TXT NAME_1.TXT

Stört ein Leerzeichen in einem Verzeichnisnamen, so hilft das DOS-Kommando MOVE weiter. Auch in diesem Fall wird das Leerzeichen durch den Platzhalter ? ersetzt. Mit dem Befehl MOVE TEXTE?96 TEXTE_96 benennen Sie z.B. das problematische Verzeichnis TEXTE 96 in die DOS-taugliche Form TEXTE_96 um.

MOVE: Mehrere Verzeichnisse mit einem einzigen Befehl anlegen

Normalerweise legt man Verzeichnisse mit dem Befehl MD (für "Make Directory") an. Dieses Kommando ist jedoch nicht in der Lage, mehrere Verzeichnisebenen in einem Durchgang zu erzeugen. Wer etwa das Verzeichnis C:\TEXTE\1997\JANUAR anlegen will, benötigt beim Einsatz des MD-Befehls drei Schritte: MD TEXTE, MD TEXTE\1997 und schließlich MD TEXTE\1997\JANUAR. Der Versuch, sofort den letzten der drei Befehle abzuschicken, endet mit Verzeichnis kann nicht erstellt werden. Doch es geht auch einfacher. Verwenden Sie anstelle des MD-Befehls das Kommando MOVE. Der Aufruf lautet in diesem Fall MOVE C:\TEXTE\1997\JANUAR

Suche nach Dateien auf mehreren Festplatten

Suchen Sie nach einer bestimmten Datei oder Dateien mit bestimmten Dateierweiterungen, ohne zu wissen, auf welcher Festplatte oder in welchem Verzeichnis sich die Datei befinden könnte, hilft Ihnen die Batchdatei SUCHE.BAT weiter. Geben Sie die vier Zeilen mit einem Texteditor ein und speichern Sie diese Datei unter dem Namen SUCHE.BAT in einem Verzeichnis, das sich in Ihrem Suchpfad befindet.

Passen Sie die Laufwerksbuchstaben den vorhandenen Festplatten und Partitionen in Ihrem Rechner an. Der Aufruf dieser einfachen Batchdatei erfolgt mit dem Kommando SUCHE Dateiname.Dateierweiterung. Der Befehl SUCHE *.TXT bringt z.B. eine Liste von allen TXT-Dateien aller Festplatten auf den Bildschirm. Batchdatei Suche.bat:

@ECHO OFF

CLS

ECHO SUCHE NACH %1...

FOR %%d IN (C D E F G H) DO DIR %%d:\%1 /S /P

Tastatur: Funktionstasten mit Befehlen belegen

DOS nutzt die Funktionstasten [F1] bis [F12] nur minimal. Mit Hilfe des PROMPT-Kommandos und einiger sogenannter Escape-Codes können Sie dieses Manko aber leicht beheben und den Funktionstasten beliebige Aufgaben zuordnen. Ändern Sie gleich die PROMPT-Zeile der Startdatei AUTOEXEC.BAT. Dann stehen Ihnen die neuen Funktionen jederzeit zur Verfügung.

Wollen Sie die Funktionstastenbelegung nur gelegentlich nutzen, können Sie auch eine kleine Batchdatei erzeugen, die den neuen PROMPT-Befehl enthält. Somit müssen Sie dann wenigstens nicht jedesmal die ziemlich lange und etwas kryptische Befehlszeile per Hand eingeben. Voraussetzung für die Belegung der Funktionstasten mit Kommandos ist nur, dass in der CONFIG.SYS der Treiber ANSI.SYS geladen wird. Öffnen Sie mit Hilfe eines Texteditors, wie z.B. EDIT.COM, die Datei AUTOEXEC.BAT. Darin suchen Sie den Eintrag, der mit PROMPT beginnt. Zwischen dem Kommando PROMPT und den danach folgenden Zeichen, meistens $P$G, fügen Sie die Escape-Codes ein, die für die Belegung der Funktionstasten zuständig sind.

Die Funktionstasten [F1] bis [F10] werden durch die Codes 59 bis 68 angesprochen. Dabei entspricht 59 der Taste [F1], 60 der Taste [F2] und sofort. Über den Code 133 erreichen Sie die Taste [F11], über 134 die Taste [F12]. Sie können die Funktionstasten auch mit der Umschalt-, der [Strg]- oder der [Alt]-Taste kombinieren. Die entsprechenden Codes finden Sie in der Hilfe-Datei von DOS (HELP ANSI.SYS).

Wollen Sie z.B. den Inhalt des aktuellen Verzeichnisses in sortierter Form auf den Bildschirm bringen und dabei nach jeder vollen Seite eine Pause einlegen, so lautet der entsprechende Befehl DIR/O/P. Mit dem folgenden Escape-Code belegen Sie die Funktionstaste [F5] mit diesem Kommando: $e[0;63;"DIR/O/P";13p.

Soll ein Druck auf die Taste [F6] eine Diskette in Laufwerk A: formatieren, lautet der Escape-Code $e[0;64;"FORMAT A:";13p. Die komplette Befehlszeile in der AUTOEXEC.BAT würde dann folgendermaßen aussehen: PROMPT $e[0;63;"DIR/O/P";13p$e[0;64;"FORMAT A:";13p$P$G.

Erscheint bei der Ausführung dieses Befehls die Fehlermeldung Kein Speicherplatz im Umgebungsbereich, müssen Sie die Startdatei CONFIG.SYS noch um den Befehl SHELL = C:\DOS\COMMAND.COM C:\DOS /E: 1024 /P erweitern. Dieses Kommando stellt mehr Umgebungsspeicher bereit, als standardgemäß unter DOS verfügbar ist. Verwenden Sie das Hilfsprogramm DOSKEY (Bestandteil von DOS), sollten Sie die Funktionstasten [F7], [F8] und [F9] nicht mit eigenen Befehlen belegen, da dieses Utility selbst von diesen Tasten Gebrauch macht.

Tastatur: Umschalten zwischen deutscher und amerikanischer Tastatur

Haben Sie den deutschen Tastaturtreiber mit KEYB GR,,C:\DOS\KEYBOARD.SYS geladen, können Sie jederzeit per Tastendruck zur amerikanischen Tastatur umschalten. Betätigen Sie dafür die Tastenkombination [Strg] [Alt] [F1]. Drücken Sie jetzt auf die [y]-Taste, so müsste auf dem Bildschirm der Buchstabe "z" erscheinen. Die Rückkehr zur deutschen Tastatur erfolgt mit [Strg] [Alt] [F2].

Verzeichnisse synchronisieren

Manchmal ist es durchaus sinnvoll, die Dateien zweier Verzeichnisse zu synchronisieren, etwa wenn man abwechselnd an zwei Rechnern arbeitet, beispielsweise unterwegs am Notebook und daheim am PC. Dann stellen sich die Fragen "Welche Fassung ist die neuere zweier gleichlautender Dateien, und welche Dateien fehlen im anderen Verzeichnis?" Sind diese Fragen beantwortet, muss man noch die richtigen Dateien in das richtige Verzeichnis kopieren. Fehler sind bei dieser Prozedur schnell gemacht und können wertvolle Daten vernichten.

Wollen Sie dies verhindern, so bedienen Sie sich der Stapeldatei SYNC.BAT. Erzeugen Sie diese Datei mit einem Texteditor. Der erste REPLACE-Befehl kopiert alle Dateien des ersten Verzeichnisses in das zweite Verzeichnis, falls sie dort noch nicht existieren. Der zweite REPLACE-Befehl kopiert entsprechend Dateien aus dem zweiten in das erste Verzeichnis. Die nächsten beiden REPLACE-Kommandos ersetzen in beiden Verzeichnissen alle Dateien, die im anderen Verzeichnis in einer neueren Fassung vorliegen. Batchdatei zum Synchronisieren zweier Verzeichnisse:

@echo off

if %1!==! goto FEHLER

if %2!==! goto FEHLER

replace %1\*.* %2 /a

replace %2\*.* %1 /a

replace %1\*.* %2 /a

replace %1\*.* %2 /u

replace %2\*.* %1 /u

echo Die beiden Verzeichnisse wurden synchronisiert

goto ENDE

:FEHLER

echo Syntax: SYNC [1.Verzeichnis] [2.Verzeichnis]

goto ENDE

:ENDE

Wildcards

Unter DOS können Sie sowohl Wildcards (*) als auch Platzhalter (?) verwenden. Ein Fragezeichen steht für ein beliebiges Zeichen, während ein Stern beliebig viele Zeichen repräsentieren kann. Dabei sollten Sie aber einen wesentlichen Unterschied beachten: Alle Zeichen, die nach einem Fragezeichen folgen, werden genauso beachtet wie jene, die sich vor diesen Platzhaltern befinden. Alle auf einen Stern folgenden Zeichen werden jedoch ignoriert. Erst die Zeichen nach einem Punkt, also jene der Dateierweiterung, finden wieder Beachtung.

Wollen Sie z.B. alle Dateien auflisten, die mit BILD beginnen und deren Namen mit 1 enden, so hilft Ihnen der Aufruf DIR BILD*1.* nur bedingt weiter. Dieses Kommando listet sämtliche Dateien auf, die mit BILD beginnen; die 1 wird dabei ignoriert. Es werden somit auch Dateien mit Bezeichnungen wie z.B. BILD23.JPG aufgelistet. Zum gewünschten Ergebnis führen dagegen die drei Kommandos DIR BILD?1.*, DIR BILD??1.* sowie DIR BILD???1.*.

Wildcards

Bestimmt haben Sie auch schon oft Dateien gesucht, deren Namen Sie nur noch bruchstückhaft kannten. Wissen Sie z.B. nur, dass in dem Dateinamen am Anfang, am Ende oder auch mittendrin die Zeichenfolge FIND steht, kann die Suche unter Umständen äußerst langwierig sein. Benutzen Sie dafür den DIR-Befehl in Verbindung mit Wildcards und Platzhaltern, so kommen Sie nicht weit, da Sie ja nicht die Stelle kennen, an der die Zeichenfolge FIND vorkommt.

Verwenden Sie aber die untenstehende Batchdatei JOKER.BAT, spüren Sie die gesuchte Datei in kürzester Zeit auf. Das Programm findet auf dem aktuellen Laufwerk alle Dateinamen, die die gesuchten Zeichenfolge an beliebiger Stelle enthalten und schreibt das Ergebnis der Suche in die Datei TMP.TMP. Danach gibt es den Inhalt dieser Datei seitenweise auf dem Bildschirm aus und löscht schließlich die soeben angelegte Hilfsdatei wieder von der Festplatte.

Batchdatei JOKER.BAT für die Dateisuche:

@echo off

if (%1)==() goto Fehler

dir \*.* /b/s|find /i "%1">>tmp.tmp

type tmp.tmp | more

del tmp.tmp

goto Ende

:Fehler

echo Zeichenfolge angeben!

:Ende

XCOPY: Gefahr für große Dateien

Versuchen Sie mit dem Befehl XCOPY eine Datei mit einer Größe von mehr als 15 MB in ein anderes Verzeichnis desselben Laufwerks zu kopieren, das aber nicht über genügend freie Kapazität verfügt, so erhalten Sie eine Fehlermeldung, die auf den zu geringen Platz hinweist.

Die Folgen können aber auch schlimmer sein. Denn unter Umständen wird bei dem fehlgeschlagenem Kopierversuch bereits eine zu kleine und somit fehlerhafte Zieldatei angelegt und die Quelldatei gelöscht. Bevor Sie sehr große Dateien mit XCOPY kopieren, sollten Sie deshalb immer überprüfen, ob die Kapazität der Festplatte dafür ausreicht.

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